VVersorgungswerk.
Junger Existenzgründer im Beratungsgespräch mit Michael Schmidt im Cel-Shading-Stil, im Hintergrund eine brüchige Mauer als Sinnbild des wankenden Kassensystems
Systemfrage

Private Krankenversicherung für junge Existenzgründer: unverzichtbar – für Sie und für das gesamte Gesundheitssystem.

Während in Berlin über die Abschaffung der privaten Krankenversicherung diskutiert wird, steht die gesetzliche Krankenversicherung selbst mit dem Rücken zur Wand: Rekorddefizite, steigende Zusatzbeiträge, immer mehr Leistungsempfänger, die nie eingezahlt haben, und milliardenschwere Aufgaben, die eigentlich der Staat tragen müsste. Wer heute gründet, entscheidet deshalb nicht nur über einen Beitrag, sondern über die eigene Versorgung in den nächsten Jahrzehnten.

Ursachenanalyse

Warum es dem gesetzlichen System seit Jahren so schlecht geht

Die gesetzliche Krankenversicherung ist eine Umlagekasse: Was heute eingenommen wird, wird heute ausgegeben. Rücklagen gibt es praktisch nicht. Genau deshalb wirken drei Entwicklungen wie ein Brandbeschleuniger.

Leistung ohne Einzahlung

Immer mehr Menschen erhalten den vollen Leistungskatalog, ohne jemals eigene Beiträge eingezahlt zu haben – etwa über beitragsfreie Mitversicherung oder über pauschale Beiträge für Bürgergeld-Empfänger, die die tatsächlichen Gesundheitskosten nicht decken. Die Differenz tragen die Beitragszahler.

Versicherungsfremde Leistungen

Aus dem Beitragstopf werden seit Jahren gesamtgesellschaftliche Aufgaben finanziert: Familienleistungen, Mutterschaft, Krankenhausinvestitionen, Sozialleistungen. Das ist Staatsaufgabe – bezahlt wird es aber von Arbeitnehmern, Handwerkern und Selbstständigen. Der Bundeszuschuss deckt diese Kosten nicht annähernd.

Demografie und Kostendruck

Weniger Beitragszahler, mehr Behandlungsbedarf, teurere Medizin. Das Ergebnis sind Rekorddefizite, steigende Zusatzbeiträge und eine stille Leistungsausdünnung: längere Wartezeiten, strengere Genehmigungen, engere Indikationen.

„Ein System, das immer mehr Aufgaben übernimmt und immer weniger Einzahler hat, wird nicht durch neue Mitglieder gerettet – sondern durch ehrliche Finanzierung.“

Einschätzung Versorgungswerk

Die Debatte

Eine Abschaffung der PKV würde das gesetzliche System nicht retten – sondern beide Säulen zum Einsturz bringen.

Die private Krankenversicherung ist kein Luxusanhängsel, sondern ein tragender Pfeiler der medizinischen Versorgung in Deutschland. Privatversicherte finanzieren über höhere Honorare einen erheblichen Teil der Wirtschaftlichkeit von Arztpraxen mit – in vielen Praxen entscheidet dieser Anteil darüber, ob moderne Geräte, zusätzliches Personal und Sprechstundenzeiten überhaupt finanzierbar sind. Fällt dieser Beitrag weg, trifft es zuerst die gesetzlich Versicherten: weniger Praxen, längere Wege, längere Wartezeiten.

Hinzu kommt ein grundlegender Unterschied in der Finanzierung: Die PKV bildet für jeden Versicherten über Jahrzehnte Alterungsrückstellungen – also echtes Kapital für die teuren Jahre. Die gesetzliche Kasse hat diese Rücklage nicht. Eine Einheitsversicherung würde die Finanzierungsprobleme daher nicht lösen, sondern lediglich gleichmäßiger verteilen – und den Wettbewerb um Qualität beenden.

Für junge Gründer bedeutet das: Der Zugang zur PKV ist heute ein Zeitfenster. Wer früh und gesund einsteigt, sichert sich einen vertraglich garantierten Leistungsumfang, der später nicht politisch gekürzt werden kann.

Für junge Existenzgründer

In der Startphase entscheidet jeder Euro – und jede Lücke

  • Beitrag nach Kalkulation statt nach Schätzung: In der freiwilligen gesetzlichen Versicherung wird der Beitrag zunächst geschätzt und nach dem Steuerbescheid rückwirkend korrigiert – Nachzahlungen kommen oft genau dann, wenn die Liquidität am knappsten ist.
  • Kein Arbeitgeber, keine Lohnfortzahlung: Selbstständige haben keine sechs Wochen Absicherung. Ohne passendes Krankentagegeld steht bei längerer Krankheit sofort das Privat- und Betriebseinkommen auf dem Spiel.
  • Vertrag statt Politik: Der Leistungsumfang der PKV steht im Vertrag und bleibt ein Leben lang garantiert. Gesetzliche Leistungen können durch Sparpakete gekürzt werden.
  • Junges Eintrittsalter zahlt sich aus: Beiträge werden nach Eintrittsalter und Gesundheitszustand kalkuliert. Wer mit 25 einsteigt, sichert dauerhaft günstigere Konditionen als mit 45.
  • Familienplanung mitdenken: Kinder und Partner lassen sich in der PKV eigenständig und in der Regel ohne erneute Wartezeiten einschließen – das gehört von Anfang an in die Planung.
INTER Versicherungsgruppe

Empfehlung unseres Partners

Ein besonders gelungenes Beispiel: die INTER für Existenzgründer

Die INTER Versicherungsgruppe ist historisch im Handwerk verwurzelt und hat ihr Angebot für Existenzgründer genau auf die Startphase zugeschnitten: hochwertiger Gesundheitsschutz von Tag eins, aber mit Rücksicht auf die Liquidität eines jungen Betriebs.

Vergünstigte Beiträge in der Gründungsphase

Spezielle Konditionen für Existenzgründer entlasten den Cashflow genau dann, wenn Investitionen, Werkzeug und erste Mitarbeiter finanziert werden müssen.

Krankentagegeld passend zum Betrieb

Das Einkommen lässt sich ab dem gewünschten Krankheitstag absichern – individuell abgestimmt auf Fixkosten, Kredite und Familie.

Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit

Wer Rechnungen nicht einreicht, kann Beiträge zurückerhalten. Das belohnt gesunde Jahre und senkt die effektive Belastung.

Flexible Tarifstufen und Selbstbehalte

Vom Einstiegsschutz bis zum umfassenden Komfortschutz – der Tarif lässt sich am wachsenden Betrieb ausrichten, statt ihn zu bremsen.

Leistungsstarke Bausteine

Freie Arztwahl, Chefarztbehandlung und Ein- oder Zweibettzimmer, moderne Untersuchungsverfahren sowie hochwertiger Zahnschutz sind je nach Tarif wählbar.

Vorteile über das Versorgungswerk

Über die Kooperation mit dem Versorgungswerk der Handwerkskammer profitieren Mitglieder von zusätzlichen Konditionen und persönlicher Betreuung vor Ort.

Leistungsumfang, Konditionen und Annahmebedingungen richten sich nach dem jeweiligen Tarif und den aktuellen Versicherungsbedingungen der INTER.

Jetzt entscheiden, solange die Wahl noch besteht

Die Frage ist nicht, ob das Gesundheitssystem sich verändert – sondern wie gut Sie dabei abgesichert sind. Wir prüfen mit Ihnen neutral, ob die private Krankenversicherung zu Ihrer Gründung, Ihrem Einkommen und Ihrer Familienplanung passt, und welche Absicherung für Verdienstausfall dazugehört.

GKV oder PKV für Gründer? Der Vergleich
KriteriumGesetzlich (freiwillig)Privat (PKV)
Beitragnach Einkommen, Mindestbeitragnach Alter, Gesundheit, Tarif
Familiebeitragsfreie Mitversicherungjede Person eigener Vertrag
Leistungengesetzlich festgelegtvertraglich garantiert
KrankentagegeldWahltarif möglichfrei vereinbar
Rückkehr–als Selbstständiger kaum möglich
Richtwerte, Stand 2026 – maßgeblich sind die jeweils aktuellen Regelungen und Tarife.

PKV für Gründer: Häufige Fragen

Lohnt sich die PKV für Existenzgründer?

Für gesunde, junge Gründer mit gutem Einkommensausblick kann die PKV günstiger sein und bessere Leistungen bieten als die freiwillige gesetzliche Versicherung. Wichtig sind ein langfristig tragbarer Beitrag, Altersrückstellungen und ein Krankentagegeld. Wer eine große Familie plant, sollte die fehlende Familienversicherung einkalkulieren.

Was zahlt ein Selbstständiger in der gesetzlichen Krankenversicherung?

Freiwillig gesetzlich versicherte Selbstständige zahlen den vollen Beitragssatz plus Zusatzbeitrag auf ihr Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Auch bei geringem Gewinn wird eine Mindestbemessungsgrundlage angesetzt. Ein Arbeitgeberanteil entfällt, daher tragen Gründer die Kosten vollständig selbst – inklusive Pflegeversicherung.

Kann ich als Gründer von der PKV zurück in die GKV?

Eine Rückkehr ist für Selbstständige schwierig: Sie gelingt meist nur, wenn man wieder versicherungspflichtig angestellt wird und unter der Versicherungspflichtgrenze verdient. Ab 55 Jahren ist sie nahezu ausgeschlossen. Deshalb sollte der Wechsel in die PKV gut überlegt und auf Dauer angelegt sein.

Brauchen Gründer ein Krankentagegeld?

Ja, in der Regel. Selbstständige erhalten bei Krankheit kein Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Ein privates Krankentagegeld ersetzt das wegfallende Einkommen ab einem vereinbarten Tag, etwa ab dem 15. oder 43. Krankheitstag. So bleiben Miete, Leasing und Betriebskosten auch während längerer Ausfälle bezahlbar.

Steigen die PKV-Beiträge im Alter stark?

Beiträge können durch Kostensteigerungen im Gesundheitswesen angepasst werden, in GKV wie PKV. In der PKV bauen Altersrückstellungen und der gesetzliche Zuschlag ab 21 Jahren Reserven für das Alter auf. Zusätzliche Beitragsentlastungstarife helfen, den Beitrag im Ruhestand planbar zu senken.

Hinweis: Dieser Beitrag bietet eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung. Maßgeblich sind die aktuelle Rechtslage sowie die jeweils gültigen Tarife und Versicherungsbedingungen.